28. November 2020

Kran­ken­ver­si­che­rung

Das The­ma Kran­ken­ver­si­che­rung ist seit vie­len Jah­ren in Deutsch­land in aller Mun­de. Ins­be­son­de­re die Fra­ge, ob man in einer gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se oder einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert sein soll­te, spal­tet die Gemü­ter. Eine pau­scha­le Ant­wort kann auf die­se Fra­ge nicht gege­ben wer­den, da die Wahl der rich­ti­gen Kran­ken­ver­si­che­rung für die per­sön­li­chen Bedürf­nis­se von vie­len ver­schie­de­nen Fak­to­ren abhängt. Man stößt in die­sem Bereich auf viel Halb­wis­sen, das die Ent­schei­dung für die rich­ti­ge Kran­ken­ver­si­che­rung nicht unbe­dingt ein­fa­cher macht. Wir möch­ten Ihnen hier einen objek­ti­ven Über­blick über die Vor- und Nach­tei­le sowohl der gesetz­li­chen, als auch der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung geben.

Die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung

In der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ist jeder Arbeit­neh­mer auto­ma­tisch über sei­nen Arbeit­ge­ber ver­si­chert. Das gilt aller­dings nur, solan­ge der Ver­si­cher­te mit sei­nem Jah­res­ein­kom­men unter der Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze liegt. Alle Bes­ser­ver­die­nen­den, deren Ein­kom­men höher als der Grenz­be­trag von zur Zeit gut 60.000 Euro liegt, kön­nen selbst zwi­schen einer frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der gesetz­li­chen oder einer pri­va­ten Kran­ken­kas­se wäh­len. Dies gilt auch für Selbst­stän­di­ge, Frei­be­ruf­ler und Beam­te. Die­se Per­so­nen­grup­pen gehö­ren meist nicht zu den Pflicht­ver­si­cher­ten und es steht ihnen frei, in die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung zu wech­seln.

Grund­sätz­lich funk­tio­niert die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se nach dem Soli­da­ri­täts­prin­zip, wel­ches vor­sieht, dass die Gesamt­heit aller Ver­si­cher­ten die Kos­ten für die Gesund­heits­vor­sor­ge sowie zur Behand­lung von Krank­hei­ten der ver­si­cher­ten Mit­glie­der über­nimmt. Die ver­si­cher­ten Mit­glie­der set­zen sich dabei nicht nur aus den Bei­trags­zah­lern zusam­men, es kom­men außer­dem noch mit­ver­si­cher­te Ange­hö­ri­ge, Rent­ner sowie bei­trags­frei ver­si­cher­te Mit­glie­der hin­zu.

Bei­trags­be­rech­nung

Um das Sys­tem fair zu hal­ten, berech­net sich die Höhe der Bei­trä­ge anhand des monat­li­chen Gehal­tes jedes ein­zel­nen Mit­glieds. Die Bei­trä­ge wer­den also nicht in abso­lu­ten Euro­be­trä­gen aus­ge­drückt, son­dern in Pro­zent­wer­ten in Abhän­gig­keit des Gehalts. Dar­aus ergibt sich die Tat­sa­che, dass die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se jedem Mit­glied einen annä­hernd glei­chen Leis­tungs­um­fang bie­tet, die Bei­trä­ge jedoch sehr unter­schied­lich aus­fal­len kön­nen. Ist der Ver­si­che­rungs­bei­trag ein­mal anhand des per­sön­li­chen Gehalts berech­net, ändert sich die­ser in Zukunft kaum noch, abge­se­hen von even­tu­el­len Gehalts­er­hö­hung. In die­sem Fall unter­schei­det sich die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung stark von einer pri­va­ten Kran­ken­kas­se, bei der die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge mit zuneh­men­dem Alter des Ver­si­cher­ten in der Regel deut­lich stei­gen. In jun­gen Jah­ren dage­gen kann eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ein gan­zes Stück güns­ti­ger als die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se sein. Außer­dem darf nicht außer acht gelas­sen wer­den, dass in der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se auch die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen nahe­zu jähr­lich ange­ho­ben wer­den. Dies hat dazu geführt, dass die Bei­trä­ge der GKV seit bestehen des Sys­tems im Schnitt um mehr als 5% pro Jahr gestie­gen sind.

Dies ist ein Grund, war­um vie­le nicht Pflicht­ver­si­cher­te zu einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung wech­seln. Stellt man jedoch nach eini­gen Jah­ren fest, dass die Bei­trä­ge der pri­va­ten Kran­ken­kas­se immer wei­ter stei­gen, war in der Ver­gan­gen­heit ein Rück­wech­sel in die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung in der Regel stets mit erhöh­ten Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den. Die gesetz­li­che Lage hat sich in den letz­ten Jah­ren aller­dings grund­le­gend geän­dert, so dass sich der Wech­sel mitt­ler­wei­le etwas leich­ter gestal­tet.

Es kann aller­dings nicht pau­schal gesagt wer­den, dass sich ein Wech­sel in die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung auch in jun­gen Jah­ren in jedem Fall lohnt. Es müs­sen immer per­sön­li­che Fak­to­ren mit in die Kal­ku­la­ti­on ein­be­zo­gen wer­den. So ist es zum Bei­spiel bei einer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung mög­lich, sich frei­wil­lig wei­ter­ver­si­chern zu las­sen. In die­sem Fall sind über die ver­si­cher­te Per­son sein Ehe­part­ner und alle Kin­der kos­ten­frei mit­ver­si­chert. Die­se Mög­lich­keit besteht in einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung nicht, hier muss jedes Fami­li­en­mit­glied sei­nen eige­nen Ver­si­che­rungs­ver­trag abschlie­ßen und die ent­spre­chen­den Bei­trä­ge zah­len.

Fazit: Ein Wech­sel von der gesetz­li­chen in die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung soll­te aus­führ­lich geplant und über­dacht wer­den. Erst nach der Ana­ly­se aller per­sön­li­chen Fak­to­ren und dem anschlie­ßen­den Berech­nen der Bei­trags­hö­hen kann eine fun­dier­te Ent­schei­dung getrof­fen wer­den. Wen­den Sie sich an uns. Wir bera­ten Sie gern.

Von der gesetz­li­chen in die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung wech­seln

Grund­sätz­lich steht die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung jedem offen, der nicht in einer gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se pflicht­ver­si­chert ist. Dies sind ins­be­son­de­re Selbst­stän­di­ge, Frei­be­ruf­ler, Beam­te und Ange­stell­te mit einem Ein­kom­men, wel­ches über der Pflicht­ver­si­che­rungs­gren­ze liegt.

Für alle, die in der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se pflicht­ver­si­chert sind, besteht dar­über hin­aus die Mög­lich­keit, Teil- oder Zusatz­ver­si­che­run­gen auf pri­va­ter Basis als Ergän­zung zur gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se abzu­schlie­ßen.

Für die oben genann­ten Berufs­grup­pen bie­tet sich also eine Voll­ver­si­che­rung in Form einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung an. Die Bezeich­nung „Voll­ver­si­che­rung“ bedeu­tet, dass alle anfal­len­den Kos­ten in Ver­bin­dung mit der Behand­lung von Krank­hei­ten oder auch der Gesund­heits­vor­sor­ge voll­stän­dig durch die Ver­si­che­rung abge­deckt sind. Dies bezieht sich jedoch nur auf die Grund­ver­sor­gung der Kran­ken­ver­si­che­rung, so dass even­tu­el­le Zusatz­ver­si­che­run­gen als Ergän­zung zur Voll­ver­si­che­rung sinn­voll sein kön­nen. Das könn­ten z. B. eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung, eine Kran­ken­haus­ta­ge­geld­ver­si­che­rung oder ähn­li­ches sein.

Wich­tig zu wis­sen bei einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung ist, dass für die Höhe der Bei­trä­ge das Alter und der Gesund­heits­zu­stand des Ver­si­cher­ten — im Gegen­satz zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung — eine wesent­li­che Rol­le spie­len.

Dar­über hin­aus muss bei einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung bedacht wer­den, dass die Bei­trä­ge hier nicht über Jah­re oder gar Jahr­zehn­te kon­stant blei­ben. Dies gilt übri­gens auch, wenn der Ver­si­cher­te bei einem Wech­sel in die pri­va­te Kran­ken­kas­se bereits in einem höhe­ren Alter ist und/oder bereits Vor­er­kran­kun­gen oder bestimm­te Risi­ko­fak­to­ren bestehen. In die­sem Fall lohnt der Wech­sel in die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung meist nicht, da hier bereits die Anfangs­bei­trä­ge recht hoch aus­fal­len.

Exper­ten emp­feh­len daher, bereits in rela­tiv jun­gen Jah­ren den Wech­sel zu einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung vor­zu­neh­men, da die Bei­trä­ge in die­sem Sta­di­um in der Regel am güns­tigs­ten sind. Die ein­ge­spar­ten Bei­trä­ge soll­ten best­mög­lich dazu ver­wen­det wer­den, finan­zi­el­le Rück­la­gen auf­zu­bau­en. Vie­le Kran­ken­ver­si­che­rer bie­ten hier­zu spe­zi­el­le Tari­fe zur Bei­trags­ent­las­tung an. Auch eine pri­va­te Anla­ge der Bei­trags­er­spar­nis ist denk­bar. Das wich­tigs­te ist jedoch, die­ses Geld nicht aus­zu­ge­ben.

Einen ganz beson­de­ren Fak­tor gilt es bei dem Wech­sel in eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung zu beach­ten: die so genann­te Alters­rück­stel­lung. Hier ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, dass die alte Ver­si­che­rung die bis­her ange­spar­ten Bei­trä­ge zur Alters­rück­stel­lung zu gro­ßen Tei­len an den neu­en Ver­si­che­rer über­tra­gen muss. Dar­über hin­aus besteht seit vie­len Jah­ren die Pflicht, einen gesetz­li­chen Zuschlag in Höhe von 10% zu zah­len. Auch die­ser wird voll­stän­dig für die Sta­bi­li­sie­rung der Bei­trä­ge im Alter ver­wen­det.

Die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung

Im Bereich der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung hat sich in den letz­ten Jah­ren viel geän­dert. Es wur­den neue Geset­ze erlas­sen, die vor­ran­gig dazu die­nen, die Ver­si­cher­ten zu schüt­zen. So sind die pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen bei­spiels­wei­se seit eini­gen Jah­ren dazu ver­pflich­tet, einen in sei­nem Leis­tungs­ka­ta­log der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung eben­bür­ti­gen Basis­ta­rif anzu­bie­ten. In die­sem Zusam­men­hang ist auch vor­ge­schrie­ben, dass der pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rer kei­nen Antrag auf­grund bestehen­der Vor­er­kran­kun­gen mehr ableh­nen darf. Auch Risi­ko­zu­schlä­ge dür­fen nicht mehr erho­ben wer­den. Dabei ist es auch für Men­schen, die bereits in einer pri­va­ten Kran­ken­kas­se ver­si­chert sind, mög­lich, in den neu­en Basis­ta­rif zu wech­seln.

All die­se Punk­te sor­gen dafür, dass die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung als Alter­na­ti­ve zur gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se oft attrak­tiv sein wird. Die­ser Trend wird noch durch die Tat­sa­che ver­stärkt, dass Alters­rück­stel­lun­gen von einem Ver­si­che­rer zum ande­ren mit­ge­nom­men wer­den kön­nen — aller­dings immer nur in Höhe des­sen, was im Basis­ta­rif gebil­det wor­den wäre.

Kom­men wir nun auf die eigent­li­chen Vor­tei­le der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung zu spre­chen. Der sicher­lich größ­te Vor­teil ist — neben den häu­fig güns­ti­ge­ren Bei­trä­gen — der bes­se­re Leis­tungs­um­fang, wel­cher außer­dem indi­vi­du­ell fest­ge­legt wer­den kann. In einer gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se sind seit eini­gen Jah­ren nur noch abso­lu­te Stan­dard­leis­tun­gen inbe­grif­fen. Bei einem Arzt oder im Kran­ken­haus kommt man sich daher als Mit­glied einer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung oft wie ein Pati­ent zwei­ter Klas­se vor. So muss man bei­spiels­wei­se mit wesent­lich län­ge­ren Ter­min­war­te­zei­ten bei Ärz­ten rech­nen, außer­dem besteht bei einem sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt im Kran­ken­haus oft nicht die Mög­lich­keit einer Pri­vat­arzt­be­hand­lung. Von einem Ein­zel­zim­mer brau­chen gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te noch nicht ein­mal zu träu­men.

Auch bei den Zuzah­lun­gen, bei­spiels­wei­se für Zahn­ersatz, Medi­ka­men­te, Heil­prak­ti­ker oder ähn­li­ches, zei­gen sich die pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen in der Regel wesent­li­chen groß­zü­gi­ger als die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen. Pri­vat Kran­ken­ver­si­cher­te kön­nen in der Regel selbst aus­wäh­len, von wel­chem Her­stel­ler ihr bevor­zug­tes Medi­ka­ment sein soll, außer­dem erhal­ten Sie auch in der Wahl des Fach­arz­tes meist freie Hand. Gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te dage­gen müs­sen bestimm­te Medi­ka­men­te oft kom­plett selbst zah­len oder zwangs­wei­se als Ersatz ein bil­li­ge­res Prä­pa­rat in Kauf neh­men. Auch die Wahl des Arz­tes wird hier­bei fast immer durch die Kran­ken­kas­se bestimmt.

Die Pfle­ge­ver­si­che­rung

Wäh­rend die Kran­ken­ver­si­che­rung aus­schließ­lich die Kos­ten für bestimm­te Gesund­heits­vor­sor­ge­maß­nah­men und für die Behand­lung von Krank­hei­ten über­nimmt, deckt die Pfle­ge­ver­si­che­rung Kos­ten ab, die durch eine Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ent­ste­hen. Dabei ist es egal, ob es sich hier­bei um eine sta­tio­nä­re Pfle­ge in einem Kran­ken­haus bezie­hungs­wei­se einer Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tung han­delt, oder um häus­li­che Pfle­ge­maß­nah­men durch Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge oder aus­ge­bil­de­tes Pfle­ge­per­so­nal.

Tritt beim Ver­si­cher­ten der Fall der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ein, zahlt die Pfle­ge­ver­si­che­rung das so genann­te Pfle­ge­geld aus. Wie hoch die­ses Pfle­ge­geld aus­fällt, bemisst sich nach einem spe­zi­el­len Stu­fen­sys­tem, mit dem die Pfle­ge­be­dürf­tig­keit eines Men­schen ein­ge­ord­net wird. Außer­dem wird die Höhe des Pfle­ge­sat­zes dadurch beein­flusst, ob der Ver­si­cher­te durch aus­ge­bil­de­tes Pfle­ge­per­so­nal oder etwa einen Ange­hö­ri­gen ver­sorgt wird. Im letz­ten Fall wer­den wesent­lich nied­ri­ge­re Kos­ten ent­ste­hen, so dass der Pfle­ge­satz auch ent­spre­chend nied­ri­ger bemes­sen wer­den wird.

Das Sys­tem zur Fest­le­gung der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ist in Stu­fen (bzw. Pfle­ge­gra­de) unter­teilt. Grund­la­ge ist die Fra­ge, wie oft der Ver­si­cher­te pro Tag Hil­fe durch Pfle­ge­per­so­nal bezie­hungs­wei­se Ange­hö­ri­ge benö­tigt.

Wer in einer deut­schen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert ist, erhält damit auto­ma­tisch auch eine ent­spre­chen­de Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung. Die Kos­ten für die Pfle­ge­ver­si­che­rung sind aller­dings nicht im Bei­trag für die Kran­ken­ver­si­che­rung ent­hal­ten, son­dern müs­sen ein­zeln bezahlt wer­den. Der Bei­trags­satz liegt zur Zeit bei rund drei Pro­zent des monat­li­chen Brut­to­ein­kom­mens. Die­sen Bei­trag muss der gesetz­lich Pfle­ge­ver­si­cher­te aller­dings nur zur Hälf­te über­neh­men, die ande­re Hälf­te zahlt der Arbeit­ge­ber.

Eine Pfle­ge­ver­si­che­rung ist heu­te ein abso­lu­tes Muss. Da die Leis­tun­gen vor allem im sta­tio­nä­ren Bereich heu­te schon sehr oft nicht aus­rei­chen, und ver­si­cher­te im Ernst­fall über vie­le Jah­re aus eige­nen Mit­teln (Ren­te, Miet­ein­nah­men, Ver­mö­gen, etc.) den Pfle­ge­heim­platz mit­fi­nan­zie­ren müs­sen, emp­fiehlt sich eine pri­va­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung in den meis­ten Fäl­len.

Pri­va­te Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­run­gen

Wer heut­zu­ta­ge pflicht­ver­si­chert in einer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ist, fühlt sich oft als Pati­ent zwei­ter Klas­se. Es wer­den meist nur noch die abso­lut nöti­gen medi­zi­ni­schen Grund­ver­sor­gungs­leis­tun­gen über­nom­men, alle wei­te­ren Behand­lun­gen oder Extras muss der Ver­si­cher­te in der Regel selbst bezah­len. Da hier­bei schnell äußerst hohe Kos­ten ent­ste­hen kön­nen, soll­ten in jedem Fall ent­spre­chen­de Zusatz­ver­si­che­run­gen abge­schlos­sen wer­den.

Bei­spiel Zahn­arzt­kos­ten: Da die gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen seit eini­gen Jah­ren ins­be­son­de­re bei Zahn­ersatz nur noch sehr gerin­ge Zuzah­lun­gen leis­ten, ist eine Zusatz­ver­si­che­rung in die­sem Bereich qua­si ein Muss, wenn man nicht auf Rech­nun­gen von meh­re­ren tau­send Euro selbst sit­zen blei­ben möch­te.

Ähn­lich sieht es auch bei Medi­ka­men­ten aus. Auch hier zah­len die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen nur noch die abso­lu­te Grund­ver­sor­gung. Wer dage­gen spe­zi­el­le Arz­nei­mit­tel benö­tigt, die unter Umstän­den jeden Monat meh­re­re hun­dert Euro kos­ten kön­nen, muss die­se oft aus eige­ner Tasche bezah­len — es sei denn, er hat die ent­spre­chen­de Zusatz­ver­si­che­rung abge­schlos­sen.

Wich­tig zu wis­sen ist, dass die Zusatz­ver­si­che­run­gen immer nur den Leis­tungs­um­fang der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung erwei­tern, die­sen aber nie erset­zen kön­nen. Die Aus­wahl der rich­ti­gen Zusatz­ver­si­che­run­gen hängt daher direkt mit den per­sön­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und Bedürf­nis­sen zusam­men. Wir bera­ten Sie gern zu Ihrem indi­vi­du­el­len Bedarf.